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Betlehem und Nazaret werden weltweit bei Verwendung lateinischer Buchstaben mit "th" statt mit "t" geschrieben. Die internationale Literatur kennt also nur die Versionen Bethlehem und Nazareth.

Eine deutsche Bibelübersetzung, auf die sich katholische Bischöfe und evangelische Kirchenräte der deutschsprachigen Länder geeinigt haben, schreibt Betlehem und Nazaret dagegen nur mit einfachem "t" statt mit "th".
- Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift: Die Bibel, Gesamtausgabe, Stuttgart 1994, "Betlehem" (Matthäus 2,1; Seite 1076) und "Nazaret" (Matthäus 2,23; Seite 1077).

Im nahezu gesamten nichtkirchlichen deutschen Schrifttum sind die Namen Betlehem und Nazaret wiederum mit "th" vertreten. Wer ein allgemeines deutschsprachiges Lexikon aufschlägt, wird Betlehem und Nazaret immer als Bethlehem und Nazareth finden. Beispiele:

- Meyers Großes Handlexikon, Mannheim 1997, Seite 92 ("Bethlehem") und Seite 611 ("Nazareth");
- Duden Lexikon A-Z, Mannheim 1997, Seite 85 ("Bethlehem") und Seite 333 ("Nazareth");
- Bertelsmann Universal Lexikon, Gütersloh 1999, Seite 112 ("Bethlehem") und Seite 420 ("Nazareth").

Gelegentlich wird die ökumenische Schreibweise wenigstens an zweiter Stelle erwähnt. Beispiel:
- DUDEN Deutsches Universalwörterbuch, 3., neue bearbeitete und erweiterte Auflage, Mannheim Leipzig Wien Zürich 1996, Seite 248 ("Bethlehem, (ökum.:) Betlehem")

Der DUDEN zeigt sich hier also etwas besser informiert. Weniger zutreffend ist die dann folgende Ortsangabe. Der vollständige Eintrag lautet:
- Bethlehem, (ökum.:) Betlehem: Stadt im westlichen Jordanien.

Seit 1995 ist Betlehem der palästinensischen Regierungsbehörde unterstellt. Davor stand es fast 30 Jahre unter israelischer Verwaltung. Im Waffenstillstandsabkommen von 1949 war es an Jordanien gefallen. Nach dem Sechstagekrieg im Juni 1967 blieb es als erobertes Gebiet bis 1995 von Israel besetzt.

Die Übernahme durch die Palästinenser ist von der Dudenredaktionn offenbar übersehen worden. Von einem westlichen Jordanien spricht man dort schon lange nicht mehr, bestenfalls von einem Westjordanland.

Zurück zur Rechtschreibung: Wenn ein Buch des Papstes in deutscher Sprache herausgegeben wird, lesen wir wieder Betlehem und Nazaret. Beispiel:
- Johannes Paul II., Jesus Christus - die Mitte der Zeit, Graz Wien Köln 1999, Seite 94 ("Betlehem") und Seite 11 ("Nazaret").

Das Buch des Papstes ist eine Übersetzung aus dem Italienischen. Der Originaltitel wird auf den Vorseiten angegeben mit "Gesù di Nazaret", erschienen 1997 in Casale Monferrato, Italia. Italiener schreiben Nazaret also auch mit "t" statt mit "th". Das verbindet die Italiener mit der deutschen Ökumene.

Im selben Verlag ist ein Buch von Luciano Pacomio erschienen, Gesù - i 37 anni ... , Casale Monferrato 1996. Jesus von Nazaret wird bei ihm - nicht anders als beim Papst - also auch als "Gesù di Nazaret" (Seite 7) geschrieben, und Betlehem hat ebenfalls kein "th", allerdings statt "-lehem" ein "-lemme". So heißt es z.B. "Nato a Betlemme" - "Geboren in Betlehem" (Seite 9). Das trennt die Italiener wieder von der deutschen Ökumene.

Die Schreibweise "t" statt "th" in der deutschen Einheitsübersetzung geht auf eine Vereinbarung der beiden großen Kirchen im deutschsprachigen Raum zurück. Ihre Beauftragten haben 1972 das "Ökumenische Verzeichnis der biblischen Eigennamen" veröffentlicht. So steht es auf Seite 10 der oben genannten Einheitsübersetzung.

Damit sollte die Schreibweise für "Betlehem" und "Nazaret" im deutschen Schrifttum festgelegt werden. In der Einheitsübersetzung wird sie konsequent eingehalten.

Bei einigen anderen deutschen Übersetzern hat diese Vereinbarung allerdings wenig Zuspruch gefunden. Manche neuere Bibelausgabe bleibt bei der althergebrachten Schreibweise. Beispiele:
- Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers - Bibeltext in der revidierten Fassung von 1984 - Herausgegeben von der Evangelischen Kirche in Deutschland, Stuttgart 1985, Das Neue Testament, Matthäus 2,1 "Bethlehem" (Seite 4) und Matthäus 2,23 "Nazareth" (Seite 5);
- Die Heilige Schrift - Aus dem Grundtext übersetzt - Elberfelder Bibel - revidierte Fassung, Wuppertal und Zürich 1995, Zweiter Teil - das Neue Testament, Matthäus 2,1 "Bethlehem"  (Seite 2) und Matthäus 2,23 "Nazareth" (Seite 3);
- Die vier Evangelien, übersetzt von Walter Jens, Stuttgart 1998, Matthäus 2,1 "Bethlehem" (Seite 9) und Matthäus 2,23 "Nazareth" (Seite 11);
- Das Neue Testament und frühchristliche Schriften - übersetzt und kommentiert von Klaus Berger und Christiane Nord, Frankfurt und Leipzig 1999, Matthäus 2,1 "Bethlehem" (Seite 573) und Matthäus 2,23 "Nazareth" (Seite 574).

Daneben gibt es wieder neuere Übersetzungen, die sich an die Vereinbarung halten. Beispiel:
- Gute Nachricht Bibel - Revidierte Fassung 1997 der "Bibel im heutigen Deutsch", Stuttgart 1997, Das Neue Testament, Matthäus 2,1 "Betlehem" (Seite 4) und Matthäus 2,23 "Nazaret" (Seite 5).

Kenner des Heiligen Landes halten es mit der Schreibweise unterschiedlich, vielleicht in Abhängigkeit von der Konfession. Dabei scheinen die Katholiken mehr zur ökumenischen Version zu neigen - sicher auch, weil der Papst mit gutem Beispiel vorangeht. Beispiel:
- Auf den Spuren Jesu, Gerhard Kroll, Stuttgart 1988, "Betlehem" und "Nazaret" (Seite 9).

Gerhard Kroll, durch das Kürzel SJ hinter seinem Namen als Jesuit ausgewiesen, hat von Leipzig aus noch zu Zeiten der DDR das Heilige Land bereist, viel Material - insbesondere Bildmaterial - zusammengetragen und ein äußerst informatives Buch geschrieben.

Ein schriftstellernder Kollege Krolls, Michael Krupp, protestantischer Theologe, seit 1970 ansässig in Jerusalem und Dozent an der dortigen Hebräischen Universität, ist zwar laut Buchdeckelangabe "Beauftragter für das interkonfessionelle Gespräch der drei monotheistischen Religionen in Jerusalem", in der eigenen Religion beteiligt er sich allerdings nicht an der interkonfessionell vereinbarten Schreibweise. Beispiel:
- Die Geschichte der Juden im Land Israel: vom Ende des Zweiten Tempels bis zum Zionismus, Michael Krupp, Gütersloh 1993, "Bethlehem" und "Nazareth" (Seite 105)

Krupp schreibt allerdings auch in anderen zusammengesetzten hebräischen Ortsnamen das "bet" wie in Betlehem mit "th".
- "Beth Guvrin", "Beth Sahur", "Beth Schean", "Beth Schearim" (Seite 174; Orts- und Länderregister)

In Reiseführern und Landeskarten werden diese Namen meist als "Bet ..." geschrieben. Beispiele:
- Polyglott Israel, München 1996/97, "Bet Shean" (Seite 95; Register)
- Road Map of Israel, Israel, "Bet Shean"; oder: Israel - Touring Map, Israel 1988, "Bet Shean".

Betlehem und Nazaret werden in den beiden Karten dagegen nicht einheitlich buchstabiert. Eine der Karten enthält immerhin beide hier diskutierten Versionen.
- Road Map of Israel, "Bethlehem" und "Nazareth"
- Israel - Touring Map, "Bet Lehem (Bethlehem)" und "Nazerat (Nazareth)"

Der Reiseführer kennt, wie gesehen, zwar Bet Shean in der dem Hebräischen nachempfundenen Schreibweise, Betlehem und Nazaret aber wieder nur in der internationalen Version.
- Polyglott Israel, "Bethlehem" und "Nazarth" (Seite 95; Register).

Die Israelis selber haben - wenn sie sich der lateinischen Schrift bedienen - die Wahl zwischen der internationalen und der nationalen Schreibweise. Die nationale Version in lateinischen Buchstaben entspricht dann der Schreibweise in hebräischen Buchstaben. Dabei wird deutlich, dass die Israelis heute bei direkter Übertragung der Buchstaben kein "th" sondern ein einfaches "t" ansetzen.

Die ökumenische Schreibweise entspricht also der ortsnahen Schreibweise, die internationale Version weicht davon ab. Ein Blick in die hebräische Bibel bestätigt die ökumenische Version. Da Nazaret im Alten Testament nicht erwähnt wird, bleibt zur Demonstration nur das Beispiel "Betlehem".

Beispiele:
- Die Heilige Schrift  Hebräisch-Deutsch, Die vierundzwanzig Bücher der Heiligen Schrift nach dem masoretischen Text, übersetzt von Leopold Zunz, Tel-Aviv 1997, "Du aber, Bet Lechem Efrata ..." (Micha 5,1; Seite 1090);
- Das Alte Testament; Interlinearübersetzung Hebräisch-Deutsch und Transkription des hebräischen Grundtextes nach der Biblia Hebraica Stuttgartensia 1986, Band 4, Rita Maria Steurer, Stuttgart 1984, "... Efrata- Lehem-Bet ,du-Und" (Micha 5,1; Seite 164). Die deutsche Übersetzung ist hier direkt unter die jeweiligen hebräischen Wörter gestellt ("interlinear") und folgt der hebräischen Schriftführung von rechts nach links. In Links-Rechts-Schreibung wäre hier zu lesen: "Und-du, Bet-Lehem-Efrata, ...".

Hinter beiden Übersetzungen stehen sicher Leute mit besten Hebräischkenntnissen. In beiden Übersetzungen ist es niemandem eingefallen, Betlehem mit "th" zu schreiben. Die ökumenische Version mit "t" kann sich also auf die hebräische Originalschreibung berufen.

Die internationale Version mit "th" geht dagegen auf griechische und lateinische Übersetzungen des Originaltextes zurück. Die frühe Kirche hat zuerst Griechisch und später Latein gesprochen. Nach der Apostelzeit waren Hebräischkenntnisse bei Kirchenschriftstellern, wenn überhaupt, nur in Ausnahmefällen vorhanden. Das gesamte Neue Testament ist original auf Griechisch geschrieben worden.

Bei der Übertragung griechischer Buchstaben in lateinische Schrift wird regelmäßig für ein "Theta", den achten Buchstaben des griechischen Alphabets, ein "th" gesetzt. Schon die griechische Bibel der ersten Christen hatte den Namen Betlehem mit "Theta" geschrieben.

Die ersten Christen kannten als Bibel nur das, was später von ihnen selbst als "Altes Testament" bezeichnet wurde. Es handelte sich um eine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel. Sie war für Juden geschrieben, die damals schon kein Hebräisch mehr sprachen, weil sie seit Generationen im Ausland lebten, z.B. in der ägyptischen Großstadt Alexandria. Diese griechische Bibel wird als "Bibel der 70" oder als "Septuaginta" bezeichnet. Nach einer Legende wurde sie von 70 jüdischen Gelehrten verfasst.

Im griechischen Alphabet gibt es noch einen zweiten Buchstaben, der unserem "t" und auch den entsprechenden hebräischen Buchstaben lautmäßig entspricht. Es ist das "Tau", der neunzehnte Buchstabe. Dieser Buchstabe hätte ebenso gut in das griechische Wort für Betlehem übernommen werden können. Für ein "Tau" wird bei der Übertragung seit alters her immer ein einfaches "t" gesetzt. Hätten sich die Verfasser der Septuaginta für ein "Tau" entschieden, gäbe es heute national und international keine zwei Schreibweisen.

In der alten Kirche wurde nie das Original sondern nur die griechische Übersetzung der hebräischen Bibel gelesen. Diese hellenistische Orientierung galt von Beginn an auch für das gesammte Schriftt auch für das gesammte Schrifttum der christen selbst. Damit hat sich in der alten Kirche auch die griechische Schreibweise der Eigennamen durchgesetzt. Nach dieser wurde Betlehem auch im Neuen Testament mit "th" geschrieben. Selbst Evangelisten wie Matthäus und Johannes, die nach christlicher Überlieferung Hebräer waren, haben sich offenbar strikt an die griechischen Schreibregeln gehalten.

Die originalen Handschriften des Neuen Testaments liegen zwar nicht mehr vor. In den vorhandenen Abschriften aber, auf die der heutige griechische Bibeltext zurückgeht, wird Betlehem ohne Ausnahme mit "th" geschrieben. Hier waren entweder die Evangelisten oder die Abschreiber der Handschriften einmal erstaunlich konsequent, was man im Hinblick auf all die sonstigen Textvarianten selten von ihnen sagen kann.

Moderne Textforschung hat gezeigt, dass diese Einheitlichkeit für Nazaret schon nicht mehr gegeben war. In einer international hoch angesehenen deutschen Ausgabe des griechischen Bibeltextes war es offenbar notwendig, wenigstens an einer Stelle die bis dahin überlieferte griechische Schreibweise von Nazaret zu korrigieren.
- Das Neue Testament; Griechisch und Deutsch, Nestle-Aland, Herausgegeben im Institut für Neutestamentliche Textforschung Münster/Westfalen von Kurt Aland und Barbara Aland, Stuttgart 1986, Matthäus 2,23 "[Nazaret]" (Seite 4). Im griechischen Text steht der Buchstabe "Tau" = "t" in "[Nazaret]". Die hier in eckige Klammern gesetzten lateinischen Buchstaben entsprechen den griechischen Buchstaben der zitierten Textes.

Aus der Erläuterung der Herausgeber zu dieser Schreibweise geht hervor, dass in früheren Textausgaben an dieser Stelle ein "th" stand. Wohl aufgrund neuerer oder besserer Erkenntnisse wurde diese Schreibweise in die Anmerkungen verbannt, die Schreibweise mit "t" wurde dagegen in den Haupttext übernommen. Damit ist belegt, dass Nazaret schon zur Zeit der alten Kirche auch im Griechischen mit einfachem "t" geschrieben werden konnte und geschrieben wurde.

Die Nazaret-Variante mit "t" musste erst recht verloren gehen, als sich die Bibel in der lateinischen Übersetzung durchsetzte. Sowohl Betlehem wie Nazaret wurden nun einheitlich mit "th" geschrieben. Beispiel:
- Novum Testle'>- Novum Testamentum Latine  Novam Vulgatam Bibliorum Sacrorum Editionem secuti apparatibus titulisque additis ediderunt Kurt Aland et Barbara Aland una cum Instituto studiorum textus Novi Testamenti Monasteriensi (Westphalia), Stuttgart 1992, Matthäus 2,1 "Bethlehem" (Seite 3) und Matthäus 2,23 "Nazareth" (Seite 5).

Wie leistungsfähig das Kirchenlatein auch heute noch ist, mag man daran erkennen, dass sich die Herausgeber dieses Werkes - wie hier zu lesen ist - komplett auf Lateinisch vorstellen, und auch das ganze Vorwort in dieser Sprache schreiben.

Da wundert es nicht, dass dieses Buch 1986 mit einem Copyright der "Libreria Editrice Vaticana" versehen wurde. Den Papst wird es gefreut haben, auch wenn es sich um protestantische Autoren handelt. So souverän ist der Papst allemal.

Genau so souverän hat er sich trotz aller Liebe zum Kirchenlatein und einer jahrhundertelangen Kirchentradition nicht gescheut, die altehrwürdige Schreibweise von Betlehem und Nazaret zu verlassen und einer Version den Vorzug zu geben, die dem hebräischen Original nähersteht und die im deutschen Sprachraum zur ökumenischen Schreibweise erklärt wurde.

Ein Wochenblatt wie "Der Spiegel", der nicht gerade für seine Kirchennähe bekannt ist, scheint die ökumenische Vereinbarung zu respektieren. Das könnte zumindest für den Namen Nazaret gelten.
- Der Spiegel Nr.10, Hamburg 6.3.2000, Heiliges Land: Teufel im Leib, "Nazaret" (Seite 200).

Für Betlehem sieht das allerdings anders aus. In einer Ausgabe von 1998 sind auf einer Landkarte von Palästina Nazaret und Betlehem eingezeichnet. Nazaret ist mit "t" und Betlehem mit "th" geschrieben.
- Der Spiegel Nr. 2, Hamburg 5.1.1998, Religion: Gab es Christen vor Jesus?, "Nazaret" und "Bethlehem", aber auch "See Genezareth" (Seite 131).

Das spricht also doch eher für einen Zufallstreffer bei Nazaret als für ökumenische Konsequenz. Gestützt wird dieser Eindruck durch die Schreibweise von "Genezareth". Der berühmte See in Galiläa soll nach ökumenischer Vereinbarung "Gennesaret" geschrieben werden. Beispiel:
- Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift: Die Bibel, Gesamtausgabe, Stuttgart 1994, Lukas 5,1 "Als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret ..." (Seite 1149).

Focus, ein anderes deutsches Wochenblatt, übernimmt auch bei Nazaret nicht die ökumenische Schreibweise. Beispiel:
- Focus Nr.52, München 20.12.1997, Kultur: Marienkult - Weibliche Gottheit, "Nazareth" (Seite 90).

So steht der Papst im Hinblick auf die Schreibweise von Betlehem und Nazaret letztlich doch mit seinen ökumenischen Verbündeten allein da, auch wenn er gute Argumente hat.

Bibelkritiker wird sich aus drei Gründen an die ökumenische Empfehlung halten und sowohl Betlehem wie Nazaret mit einfachem "t" schreiben:

1. Wegen des hebräischen Ursprungs.

Bei Streit um verschiedene Schreibweisen ist die ursprüngliche Schreibweise immer ein gutes Argument. Bei direkter Übertragung vom Hebräischen ins Deutsche wird von Fachleuten das einfache "t" in Betlehem und Nazaret gesetzt. Damit ist diesem Buchstaben sowohl gegenüber dem griechischen wie dem lateinischen "th" der Vorzug zu geben.

2. Wegen der ökumenischen Kompetenz.

Wenn die beiden großen Kirchen im deutschen Sprachraum eine solche formale Vereinbarung treffen, so hat sie Gewicht und verdient etwas Respekt, zumal sie wissentschaftlich auf festem Boden steht.

3. Weil der Papst auch dafür ist.

Bibelkritiker wird niemals etwas übernehmen, nur weil es der Papst so vormacht oder so entschieden hat. Bei der Bibelkritik, die Bibelkritiker plant, werden ohnehin nicht viele Gemeinsamkeiten mit der Lehre des Papstes übrigbleiben. Da ist es friedenstiftend, wenigstens einmal gemeinsam mit dem Papst eine Sache zu vertreten und im wahrsten Sinne des Wortes mit ihm buchstäblich übereinzustimmen.

Ende

Bibelkritiker wird die weitere Entwicklung beobachten. Aus praktischen Gründen, speziell zum Auffinden in elektronischen Suchmaschinen, hat Bibelkritiker einen einzigen Titel, nämlich den Titel dieser Seite hier, mit der international üblichen Schreibweise registrieren lassen. Wer im Internet Bethlehem oder Nazareth sucht, findet über diese beiden Namen also auch zu Bibelkritiker.
>>> Mehr zu Betlehem unter Betlehem
>>> Einleitendes zu Nazaret unter Nazaret

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Info zum Herausgeber unter wolterswww.de. ·   Webmaster Torben Korte
Copyright © Thomas Wolters 2000  ·   In erster Version online am 6.3.2000